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Unschädliche Beseitigung von Kulturen

Über die Desinfektion von mikrobiologischen Kulturen und die Reinigung bzw. Entsorgung von mikrobiell kontaminiertem Material, insbesondere bei erwiesenem oder verdachtsweisem Vorhandensein von pathogenen Mikroorganismen, geben die DIN-NORM 58956 Teil 4 und die Empfehlungen des BGA Auskunft.

Demnach ist alles Material vor einer Entsorgung oder Reinigung zunächst vor allem thermisch zu desinfizieren. Eine chemische Desinfektion sollte nur in Ausnahmefällen erfolgen.
Eine thermische Desinfektion von Kulturen in Einweggefäßen, insbesondere in solchen aus Kunststoff, kann auf einfache und zweckmäßige Weise durch Autoklavieren (121°C, mind. 30 Min.) in hochschmelzenden Plastikbeuteln erfolgen.

Danach dürfen die Beutel samt Inhalt der Müllbeseitigung zugeführt werden. Wenn geeignete Verbrennungsanlagen zur Verfügung stehen,
so kann eine Abtötung und Vernichtung der Kulturen auch durch
Verbrennung vorgenommen werden.

Kulturen in wieder verwendbaren Glasgefäßen werden zunächst durch
Autoklavieren (121°C, mind. 30 Min.) desinfiziert.

Auch mikrobiell verschmutzte Glasgefäße oder hitzestabile Geräte werden zunächst im Autoklaven (134°C, mind. 20 Min.) oder im Heißluftschrank (180°C, mind. 60 Min.) desinfiziert. Erst danach erfolgt die Reinigung der Gefäße oder Geräte.

Eine eventuelle Sterilisation schließt daran an. Sie wird ebenfalls im
Autoklaven oder Heißluftschrank durchgeführt.