Technolab GmbH  Riemker Str. 112   44625 Herne  

 

MRS-Agar

(Lactobacillus-Agar nach DE MAN, ROGOSA und SHARPE)

 

Best.-Nr. 10660

MRS-Agar, 500 g

 

MRS-Bouillon

(Lactobacillus-Bouillon nach DE MAN, ROGOSA und SHARPE)

 

Zur Anreicherung, Züchtung und Isolierung sämtlicher Lactobacillus-Spezies aus allen Arten von Untersuchungsmaterial nach DE MAN, ROGOSA und SHARPE (1960).

 

Der Nährboden entspricht der DIN- Norm 10109 und ISO 13721 zur Untersuchung von Fleisch und den Vorschriften nach §35 LMBG zur (06.00/35) Untersuchung von Lebensmitteln.

 

Im Gegensatz zu anderen Nährböden wachsen auf den MRS-Nährböden alle Lactobacillen, z.B. auch die schwer züchtbaren L.brevis und

L. fermenti.
 

Wirkungsweise:

MRS-Nährböden enthalten die für die Lactobacillen als spezielle Wachstumsfaktoren bekannten Substanzen Polysorbat, Acetat, Magnesium und Mangan sowie eine reichhaltige Nährgrundlage.

Da sie nur eine sehr geringe Selektivität besitzen, können auch Pediococcus- und Leuconostoc-Spezies sowie andere Begleitkeime wachsen.
 

Typische Zusammensetzung (g/Liter):

Pepton aus Casein 10,0; Fleischextrakt 8,0; Hefeextrakt 4,0; D(+)Glucose 20,0; die Kaliumhydrogenphoshat 2,0; Tween 80 1,0;

di-Ammoniumhydrogencitrat 2,0: Natriumacetat 5,0;

Magnesiumsulfat 2,0; Mangansulfat 0,04; Agar-Agar (fehlt bei MRS-Bouillon) 14,0;

 

Zubereitung:

66,2 g/ Liter (MRS-Agar) bzw. 52,2 g/Liter (MRS-Bouillon) lösen, autoklavieren (15Min. bei 118°C)

pH: 5,7 ± 0,2 bei 25°C.

 

Die Nährbodenplatten und die in Röhrchen abgefüllte Bouillon sind klar und braun.
 

Anwendung und Auswertung:

Untersuchungsmaterial wird, evt. nach Homogenisierung, in MRS-Bouillon zur Anreicherung oder zur Keimzahlbestimmung nach der MPN-Methode eingebracht. Hieraus oder mit

Originalmaterial wird mit MRS-Agar, am besten im Gussplattenverfahren, beimpft.

 

Bebrütung: bis 3Tage bei 37°C oder bis 5 Tage bei 30°C, die Platten möglichst in einer CO2 angereicherten Atmosphäre im Anaerobentopf bebrüten (Anaerocult System Merck).

 

Die Oberfläche der Platten darf nicht austrocknen, weil sonst an der Oberfläche die Konzentration an Acetat zunimmt, und dadurch das Wachstum der Lactobacillen gehemmt wird.

 

Die Keimzahl wird bestimmt. Die Lactobacillen sollten nach den von SHARPE (1962) sowie SHARPE et. al. (1966) angegebenen Methoden identifiziert werden. Weitere Methoden der Differenzierung und Identifizierung siehe bei ROGOSA et. al. (1953) ROGOSA und SHARPE (1959) und DAVIS (1960).

 

Best.-Nr. 10661

MRS-Bouillon, 500 g