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Staphylase-Test

Anwendung

Anzucht der Keime

Die zu untersuchenden Keime können sowohl auf Selektivnährböden (z.B. Mannit-Kochsalz-Agar, Baird-Parker Nährboden, Kranep-Agar) als auch auf nicht-selektiven Nährboden (z.B. Blut-Agar)
angereichert werden.

Durchführung des Hämagglutinatiostests

  1. Gramfärbung sowie Katalase-Test durchführen. Anwesenheit grampositiver, Katalase- positiver Kokken bestätigen.
  2. Reagenzien auf Raumtemperatur bringen. Die Tropfpipette völlig in die Fläschchen entleeren
    und die Reagenzien kräftig schütteln.
  3. Mit einer Impföse jeweils 1-3 verdächtige Kolonien auf ein Testfeld und ein Kontrollfeld geben.
  4. Auf das Testfeld einen Tropfen Testreagenz und auf das Kontrollfeld einen Tropfen
    Kontrollreagenz geben.
  5. Den Inhalt des Testfeldes mit der Impföse ca. 30 Sekunden vermischen. Nach dem Ausglühen der Öse den Inhalt des Testfeldes vermischen. Jeweils während des Mischens auf Agglutinationen achten.
  6. Reaktionskarte mit einem geeigneten Desinfektionsmittel entsorgen.

Ergebnisse

Wenn die Zellsuspension im Testfeld innerhalb von ca. 30 Sekunden agglutiniert, ist das Ergebnis als positiv und als vorläufiger Hinweis auf Staphylococcus aureus zu werten. Bei einem negativen Testergebnis tritt keine Agglutination auf.

Der Staphylase-Test kann nicht ausgewertet werden, wenn die Suspension im Kontrollfeld agglutiniert. In diesem Fall muss die Reinheit der Kultur und Ihre Identität überprüft werden.

Konservierungsstoffe

Beide Reagenzien enthalten jeweils 0,1% Natriumazid.

Lagerung und Haltbarkeit

Reagenzien: aufrecht stehend bei 2-8°C.
Die Reagenzien dürfen nicht eingefroren werden.

Qualitätskontrolle

Die Positivkontrolle kann wie oben durchgeführt werden.

Zusätzliche Hinweise

1. Staphylococcus aureus-Stämme ohne Clumping-Faktor können mit dem Test nicht nachgewiesen werden. Solche Stämme werden zumeist bei veterinärmedizinischen
Untersuchungen beobachtet.
2. Vereinzelt kann es zu falsch-positiven Ergebnissen mit S.sciuri kommen. Andere, selten isolierte Staphylokokken können ebenfalls positive Ergebnisse im Staphylase-Test zeigen. Falls Zweifel bestehen, sollten weitere biochemische Tests durchgeführt werden.

3. Bei Verwendung von stark salzhaltigen Nährböden kann die Reaktion schwächer als normal ausfallen. Kolonien, die von solchen Nährböden entnommen wurden, lassen sich u.U. schlechter suspendieren und können zu einem leicht faserigen Reaktionsbild führen.

 

Best.-Nr.: DR595

Bestandteile des Tests

Best.-Nr.: Bezeichnung
DR596 Staphylase-Testreagenz
DR597 Staphylase-Kontrollreagenz
DR500 Einweg-Reaktionskarten